Boden – das Lebenselixier unseres Daseins

Der Boden ist für mich weit mehr als nur der Untergrund, auf dem wir stehen. Er ist die Grundlage allen Lebens – unser Lebenselixier. Seit vielen Jahren ist dieses Thema eines meiner grössten Anliegen und einer der Hauptfokusse unseres Food Forests. Nicht ohne Grund haben wir uns entschieden, überhaupt einen Food Forest anzulegen.

Als Umweltnaturwissenschaftlerin ist mir seit über 20 Jahren bewusst, wie essenziell ein gesunder Boden für unser gesamtes Ökosystem ist. Denn die Gleichung ist einfach und gleichzeitig tiefgreifend:

Gesunder Boden = gesunde Pflanzen = gesunde Menschen

Der Zustand unserer Böden

Wenn ich heute auf viele unserer Böden blicke, sehe ich eine grosse Herausforderung: Zahlreiche Böden sind über die Jahre an organischem Material verarmt. Was heisst das konkret? Es fehlt ihnen an der Nahrung, die das Bodenleben braucht.

In den letzten rund 50 Jahren lag der Fokus vor allem auf der direkten Nährstoffversorgung der Pflanzen durch konventionelle Düngemittel. Diese liefern zwar kurzfristig Nährstoffe, doch sie sind kein Futter für das Bodenleben selbst. Mikroorganismen, Pilze, Bakterien und Bodentiere – also das Herz eines lebendigen Bodens – bleiben dabei auf der Strecke.

 

Die Folgen eines „hungrigen“ Bodens

Ein Boden ohne aktives Bodenleben kann seine zentralen Funktionen nur noch eingeschränkt erfüllen:

  • Kohlenstoff speichern (CO-Bindung)
  • Erosion minimieren
  • Wasser filtern und speichern
  • Nährstoffreiche Lebensmittel hervorbringen
  • Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge machen

Die Folgen zeigen sich in instabilen Ökosystemen, anfälligen Pflanzen und letztlich auch in den Auswirkungen auf unsere eigene Gesundheit.

 

Organisches Material – die Grundlage für gesunden Boden

Einer der wichtigsten Faktoren für den Aufbau eines gesunden Bodens ist organisches Material. Und damit ist weit mehr gemeint als nur Kompost – wobei lebendiger Kompost eine zentrale Rolle spielt.

Genauso wichtig sind:

  • Lebende Pflanzen, die über ihre Wurzeln Kohlenstoff in Form von Kohlenhydraten/Zucker an Bodenlebewesen abgeben
  • Fermentierte organische Materialien (z.B. Gras)
  • Vielfältige organische Nahrung, unter anderem frische Gemüse- und Obstreste direkt für Mikroorganismen
  • Infusionen direkt mit EM (Effektive Mikroorganismen)
  • Kompost-Tee
  • Mulchen – dadurch wird das Bodenleben geschützt und mit Nahrung versorgt

Pflanzen füttern den Boden – und der Boden füttert die Pflanzen. Dieser Kreislauf ist die Basis jeder regenerativen Landwirtschaft.

 

Unser Ansatz im Food Forest

In unserem Food Forest ist es uns ein grosses Anliegen, dem Boden gutes Essen zu geben. Genauso wie wir darauf achten, dass unsere Tiere und wir selbst hochwertige und gesunde Nahrung bekommen, achten wir darauf, dass auch der Boden optimal versorgt ist.

Denn nur ein gut genährter Boden kann langfristig lebendig, fruchtbar und widerstandsfähig bleiben.

 

Kompostworkshop – Wissen weitergeben

Aktuell planen wir einen Kompostworkshop, in dem wir zeigen, wie man einen hochwertigen, mikrobiell vielfältigen Kompost herstellen kann – ganz einfach für den eigenen Hausgarten. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, selbst aktiv zur Bodengesundheit beizutragen.

Weitere Informationen findest du hier.

 

 

Weiterführende Links & Literatur

Für alle, die tiefer in das Thema eintauchen möchten:

  • Bodenfruchtbarkeitsfond
  • slowgrow.ch
  • Regenerative Landwirtschaft
  • Herwig Pommeresche, 2023: Humussphäre: Humus – Ein Stoff oder ein System?

Arboleda Emaluisa – Natur & Kulinarik in Temuco, Chile

Arboleda Emaluisa ist ein besonderer Ort – ein charmantes Restaurant und Veranstaltungsort im ländlichen Tegualda, nahe Temuco in Chile. Inmitten idyllischer Natur bietet Arboleda Emaluisa gesunde, nachhaltige Küche in entspannter Atmosphäre sowie ein vielseitiges Freizeitangebot. Ein idealer Ort, um dem Stadtleben zu entfliehen, zur Ruhe zu kommen, mit der Familie zu entspannen oder ein privates Fest stilvoll zu feiern.

Ich kenne Coni und Michel seit 2013, als ich sie zum ersten Mal besuchte. Aus dieser Begegnung ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Sie hatten auch mehrmals Gelegenheit, unseren FoodForest in der Schweiz kennenzulernen. Anfang 2025 konnten wir als Familie endlich ihren wunderbaren Ort in Chile besuchen – zwei unvergessliche Wochen in Arboleda Emaluisa. Unsere Kinder waren begeistert, und wir halfen mit Freude in der Küche und im Garten mit – eine bereichernde Erfahrung für uns alle.

Ein besonderer Moment war für mich das Leuchten der Glühwürmchen. Im Januar, zur Hochsaison, wird das Gelände von unzähligen fliegenden Glühwürmchen umhüllt – ein magischer Anblick.

Wir als Familie können Arboleda Emaluisa von Herzen empfehlen – ein Ort voller Natur, Herzlichkeit und Inspiration.

Mehr über Arboleda Emaluisa

Kulinarisches Konzept

  • Fokus auf vegetarische und vegane Gerichte mit frischen, natürlichen und fair gehandelten Zutaten
  • Kreative Küche mit asiatisch inspirierten Aromen und raffinierten Desserts

Ambiente & Angebot

  • Eingebettet in eine üppige Baumlandschaft mit Garten, Hängematten, Kinderspielen und eigenem Pool – perfekt zum Entspannen
  • Sommerliche Aktivitäten wie Gartenführungen – besonders spannend für Kinder

Kontakt & Infos

  • Adresse: Tegualda, gegenüber Parque Jardín Las Flores, Temuco, Region Araucanía
  • Telefon: +56971394210
  • Website: arboledaemaluisa.cl

 

Gemüse fermentieren mit Fermentista Barbarella

Wie wird aus Gemüse und Salz eine wohltuende Geschmacksexplosion, ohne zu kochen?

Ich zeige Dir die Grundlagen der faszinierenden wilden Gemüsefermentation, womit du (fast) jedes Gemüse fermentieren kannst.

 

Ich durfte bereits 2 Fermentier-Workshops im foodforest abhalten, wobei wir jeweils ein Kimchi und ein Mischgemüse-Ferment hergestellt haben. Gerne experimentiere ich auch mit anderem Gemüse, Kombucha und (Zitrus-)Früchten.

 

Ich schätze mich glücklich und bin zutiefst dankbar, an so einem schönen Ort wirken zu dürfen. Auch die Teilnehmenden können jeweils einen Einblick in die Schönheit des Waldgartens erhalten, sofern die Jahreszeit es zulässt.

 

Fermentieren ist für mich eine Leidenschaft, die ich gerne weitergebe, damit auch Du in deinem Alltag auf einfache Weise in den Genuss dieses faszinierenden Prozesses und schliesslich fermentierter Produkte kommen kannst.

 

bei Fragen:

Barbara Senn

4463 Buus

079 630 77 33

barbara.senn@gmx.net

 

Gerne biete ich auch Kurse bei Dir zuhause/ in deinem Garten/ einem Freizeittreff etc. für Dich und Deine Bekannten/ eine Gruppe an.

Preis auf Anfrage.

Microhabitate und Kleinstrukturen zur Förderung der Biodiversität

In unserem Foodforest setzen wir auf die Förderung von Biodiversität durch die Schaffung vielfältiger Microhabitate. Der großzügige Einsatz von Mulch trägt nicht nur zum Aufbau von Boden und Humus bei, sondern hält auch die Erde feucht. Allerdings fühlen sich Mäuse und Schnecken im Mulch besonders wohl, was sich negativ auf unsere Jungpflanzen auswirken kann. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, ein natürliches Gleichgewicht herzustellen.

Nach der Umsetzung des ersten Grundelements unseres Waldgartens haben wir uns entschieden, nicht sofort mit dem nächsten Element fortzufahren. Stattdessen haben wir verschiedene Lebensräume für Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten und Vögel geschaffen.

So haben wir an zwei verschiedenen Stellen im Gelände für das Mauswiesel eine Burg mit Bruthöhle eingerichtet. Die Terrassierung unseres Gemüsegartens wurde mit Kalksteinblöcken gestaltet, zwischen denen zahlreiche Wurzelstöcke eingebaut sind, um zusätzlichen Lebensraum zu schaffen.

Darüber hinaus haben wir an mehreren Stellen Benjeshecken und Totholzhaufen angelegt, die als Rückzugsorte für viele Tierarten dienen. Diverse Kleinstrukturen aus Sand, Kies und Wurzelstrünken bieten weiteren Lebensraum, während ein Holzkeller als Brutstätte für Käfer fungiert.

Um die Biodiversität weiter zu fördern, haben wir eine große Wildblumenwiese ausgesät, die als Abgrenzung zur Hecke am Bach mit einem Krautsaum umgeben ist.

Zusätzlich hat der Natur- und Vogelschutzverein Ormalingen mit Kindern viele Nisthilfen für verschiedene Vogelarten gebaut, die wir auf dem gesamten Gelände verteilt und aufgehängt haben.

Stärkende Geschichtenkreise

https://dellapina.ch/

Erlebe ein Innehalten. Tauche ein in die Magie der Natur- und Kraftwesen. Lausche, meditiere und entdecke Dein inneres Feuer wieder! Komm in Deine Kraft! Auch für Kinder geeignet.

Familien-Feuerkreis im Foodforest Ormalingen
Frauen-Feuerkreis in Ormalingen (in Kooperation mit Christine König)
Geschichtenspaziergänge im Raum Baselbiet.

Mal-Therapie Workshop Slavojka

Das vielseitige Therapieangebot bietet Ihnen die Möglichkeit, durch kreative Prozesse wie Malen und Gestalten neue Wege zur emotionalen Balance und Orientierung im Leben zu erhalten. Mit meiner kunsttherapeutischen Erfahrung unterstütze ich Sie individuell auf Ihrem persönlichen Weg zu mehr Kraft und Lebensfreude.

 

In Gruppenkursen besteht die Möglichkeit die verschiedenen Techniken, aus dem Malersichen und Gestalterischen, kreativ auszuprobieren und zu vertiefen.

 

https://www.kunsttherapie-tria.ch/

Gemüsegarten und Gewächshaus

Im Einklang mit der Permakulturphilosophie, Flächen optimal zu nutzen, haben wir eine Wiese mit Südost-Hanglage terrassiert. Die Terrassierung wurde mit Kalksteinblöcken gestaltet, zwischen denen zahlreiche Wurzelstöcke integriert wurden, um wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Eine Blumenwiese sowie Jostabeeren-Sträucher runden diese harmonische Gestaltung ab.

 

Auf der terrassierten Fläche haben wir einen etwa 100 m² grossen Gemüsegarten angelegt. Zusätzlich haben wir einen 12.000-Liter-Wassertank in die Terrassierung integriert. Dieser dient als Reservoir für Regenwasser vom Hausdach und ist mit einer solarbetriebenen Wasserpumpe ausgestattet.

 

Unser Fokus liegt darauf, einen gesunden, lebendigen und nährstoffreichen Boden aufzubauen. Dazu setzen wir auf Gründüngung, unseren eigenen Kompost sowie Pflanzenkohle und Effektive Mikroorganismen (EM). Diese fördern die Gesundheit des Bodens und der Pflanzen, sodass sie widerstandsfähiger sind und sich schneller etablieren können – ohne dabei gleich von Schnecken gefressen zu werden.

Neben dem Gemüsegarten haben wir ein etwa 16 m² grosses Gewächshaus auf dem ehemaligen Miststock errichtet. Das Gewächshaus dient uns als Arbeitsplatz für die Anzucht von Setzlingen und Produktion von Gemüse – wir lieben Chilis J

Swale – das Hangwasser sinnvoll nutzen

Herzstück unseres ersten Waldgarten-Grundelements ist der Swale. Der Swale? Gemeint ist damit der Graben entlang einer Höhenlinie, um das Hangwasser aufzufangen und es dem Boden und den Pflanzen verfügbar zu machen. Wird der Swale so wie bei uns bepflanzt und mit Hackschnitzeln gefüllt, um ihn auch als Weg zu nutzen. Angelegt hat unseren SwaleJodok Hunziker im Rahmen seiner Ausbildung zum Permakultur-Designer. Auf dessen Rändern wachsen Mandelbäume und Beerensträucher. Den Swale beobachten wir in den kommenden Jahren und machen so anderen unsere Erfahrungen mit dem noch wenig bekannten System zugänglich.